Eine graue Miniatur ist eine leere Bühne – mit wenigen Farben wird daraus ein Charakter mit Geschichte. Für den Einstieg brauchst du weder hundert Farbtöpfe noch den teuersten Pinsel. Eine kleine, zuverlässige Ausstattung und Lust aufs Ausprobieren reichen vollkommen.
Eine sinnvolle Grundausstattung
- eine zum Material passende Grundierung
- einige deckende Grundfarben sowie Schwarz, Weiß und ein Metallton
- zwei bis drei brauchbare Pinsel, darunter einer für feine Details
- Palette oder Nasspalette, zwei Wasserbecher und gutes Licht
- Küchenpapier, Halter für die Figur und Mattlack für Spielmodelle
Dein erster entspannter Malablauf
- Modell säubern, zusammensetzen und gleichmäßig grundieren.
- Grundfarben lieber in mehreren dünnen Schichten auftragen.
- Vertiefungen abdunkeln und erhabene Stellen aufhellen.
- Gesicht, Augen, Metall und andere Blickpunkte zum Schluss verfeinern.
- Die Base gestalten – sie gibt der Figur einen Ort und erzählt einen Teil ihrer Geschichte.
Trockenbürsten, Washes und einfache Kantenakzente liefern schon früh sichtbare Erfolgserlebnisse. Kleine Patzer gehören dazu und lassen sich fast immer übermalen. Vergleiche dich nicht mit Vitrinenmalern, sondern mit deiner letzten Figur.
Zeig uns dein Modell gern bei neutralem Licht und schreib dazu, welche Grundierung und Farben du verwendet hast. Jede bemalte Figur ist besser als eine Figur, die aus Angst vor Fehlern grau in der Schachtel bleibt.